Lockdown light = Lockdown für den Einzelhandel?

Ist der zweite „Lockdown light“ auch ein indirekter Lockdown für den Einzelhandel ? Ich behaupte ja.

Wenn die Leute angehalten werden zuhause zu bleiben und ihre Kontakte auf ein Minimum zu beschränken, warum sollen sie dann in die #Geschäfte gehen, wo doch heute Alles vom Sofa aus zu bestellen ist ?

Führt dies dazu, dass der #Onlinehandel weiter wächst und die Innenstädte weiter dem Verfall freigeben werden und kleine Einzelhändler um ihre Existenz bangen müssen ?
Ein klares Ja.

Und doch gilt es jetzt den Kopf nicht in den Sand zu stecken und als einzige Aktion an der #Black Friday Rabattschlacht teilzunehmen, sondern jetzt ist es wichtiger denn je, neue #Konzepte für die Zeit danach zu entwicklen, sich zu fragen, wo möchte ich mich positionieren, wen möchte ich als Kunden ansprechen und wie? Wer sind meine #Kunden, was wünschen sich diese, wie kann ich meiner #Mitarbeiter in dieser Zeit stärken, auch emotional ?

All diese Fragen gilt es zu beantworten, um zukünftig eine klare und #wettbewerbsfähige Chance am Markt zu haben und zu behaupten. 

Und nicht nur die #Einzelhändler selber sind gefragt, auch die #Politik und die #Städteplaner müssen ihren Teil beitragen, damit aus den Einkaufsstrassen wieder ein Ort des Verweilen, des Miteinander und der #Kommunikation wird.

Warum Zuhören die Geheimzutat für zwischenmenschliche Beziehungen ist:

Sie haben richtig gelesen, geheim, denn auch wenn viel über das Zuhören geredet wird ( ein Widerspruch in sich ), versteht es kaum einer dies im Alltag zu praktizieren.

Dabei finden ohne ein interessiertes Zuhören und Ausreden lassen, keine wahren Gespräche statt, sondern nur aufeinander folgende Aussagen, ohne Zusammenhang und ohne tiefergehenden Austausch und vor allem ohne Verstehen seines Gegenübers. 

Echtes Zuhören, ist eine Kunst und ja es ist manchmal anstrengend, vor allem, wenn ich anderer Meinung bin und diese unbedingt kundtun möchte, doch was habe ich davon, wenn ich andere unterbreche, nur um meinen Standpunkt anzubringen ?

In Wahrheit nicht viel, denn auf diese Art kann sich nicht wirklich ein Dialog entwickeln, ein Dialog aus dem ich evtl. etwas Neues lernen kann, meinen Gesprächspartner besser kennenlerne und vor allem ein Dialog, der von Respekt geleitet wird.

Darum ist Zuhören eine der wichtigsten Führungsqualitäten der heutigen Zeit. 

Hören Sie ihren Kunden und Mitarbeitern zu, suchen Sie immer wieder das Gespräch und fragen Sie nach, wenn etwas für Sie nicht eindeutig ist, treten Sie in einen offenen Dialog mit ihren Mitmenschen. Das ist eine der größten Wertschätzungen überhaupt.

Heute möchte ich mich an die Retailer da draußen wenden:

1. Wenn Sie ihr Geschäft von außen aus der Sicht der Kunden betrachten, lädt es Sie zum Eintreten des Ladens ein? Machen Ihre Schaufenster Lust auf mehr?

2. Gehen wir davon aus, Sie haben die erste Frage mit Ja beantwortet, wie sieht es mit dem Innen aus? 
Würden Sie sich als Kunde hier wohl- und willkommen fühlen? Ist die Ware ansprechend präsentiert?
Lädt der Laden zum Verweilen ein?

3. Wie werden Sie von dem Verkaufspersonal empfangen? Haben Sie das Gefühl willkommen zu sein? 
Wirkt das Personal souverän, sympathisch und kompetent oder eher gelangweilt?

4. Wie empfinden Sie den Beratungsprozess? 
Geht es um Ihre Bedürfnisse oder dient er nur dazu einen möglichen Abschluss zu tätigen ?

5. Wie werden Sie verabschiedet ? 
Welche weiteren Möglichkeiten / Services werden Ihnen angeboten ?

Wenn Sie sich mit all diesen Fragen auseinander setzen, dann bin ich mir sicher, werden Sie einen Ort schaffen, in dem sich Kunden wohlfühlen und gerne wiederkommen.

Lernen Sie von Jeff Bezos, der in jeder Besprechung und in jeder Handlung immer hinterfragt, was die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden sind. 
Lernen Sie ihre Kunden und deren Bedürfnisse kennen und dann handeln Sie danach.

Handel now

In meinem letzten Artikel, habe ich über meine wachsende Unlust geschrieben, die Innenstädte aufzusuchen und dafür viel Resonanz bekommen – Danke dafür. 

Ich möchte es allerdings nicht bei dieser Unlust belassen, denn es scheint nicht nur mir so zu gehen. 
Was also können #Retailer tun, um mehr kauffreudige #Kunden in die Geschäfte zu bekommen ?

#Rabatte sind eine Sache, doch wenn die Schränke voll sind, der Bedarf gedeckt und die Zukunft ungewiss, dann regen Rabatte auch nur bedingt zum Kaufen an.

Wie wäre es stattdessen mit der Findung auf die Fragen: Was wollen meine Kunden?
Wer sind meine Kunden?
Wen möchte ich ansprechen und wie?
Was sind meine #Offline-Vorteile?
Welchen besonderen Service biete ich meinen Kunden?
Wie kann ich offline mit #online verbinden?
Wie kann ich mein #Personal motivieren und schulen?
Wie attraktiv ist meine Fläche?
Wie sieht mein Konzept für die Zukunft aus?

Wenn diese Fragen mit fundierten Antworten und #Konzepten hinterlegt werden und die entsprechenden Taten folgen, wäre das, meiner Ansicht nach, ein großer Fortschritt in Richtung #Konkurrenzfähigkeit gegenüber Online.

Der Kern steckt in der #Kommunikation – mit den Kunden und mit dem Team, den Stadtverwaltungen und vor allem im Mut zur Veränderung.

Was sollte sich ändern?

Heute möchte ich einen privaten Gedanken mit euch teilen. Mir ist aufgefallen, dass ich nicht mehr gerne in die #Innenstadt gehe, ja es geradezu vermeide, die großen Einkaufsstrassen aufzusuchen. 

Nun stellt sich mir die Frage, was könnte der Grund dafür sein ? Bin ich des #Shoppen überdrüssig geworden, ist es das Tragen der #Maske und das #Abstandhalten, was mich stört ? 

Alle drei Fragen kann ich mit einem klaren Nein beantworten. Es ist das immer wiederkehrende, uninspirierende und gleichbleibende Bild der #Innenstadt
Dazu kommt, dass mir als #Kunde selten das Gefühl vermittelt wird, verstanden zu werden oder gar Interesse an mir als Person zu zeigen.

Ich soll möglichst schnell meinen #Einkauf tätigen, keine Fragen stellen oder gar eine #Beratung wünschen und dann schnell wieder den Laden verlassen.

Ist das für mich als Kunde, das #Einkaufserlebnis, das ich suche ? Definitiv NEIN.

Ist es für das Personal die Art von Arbeit, die sie sich vorstellen und die sie gerne ausführen ? Definitiv NEIN.

#Offline Shopping sollte ein Erlebnis sein, welches mir der #Onlinehandel nicht bieten kann. Hierfür bedarf es jedoch mehr als eine zur Schaustellung der Warenvielfalt. 

Für mich bedeutet es #Inspiration, eine gelungene #Warenpräsentation, ehrliche Beratung und #Kommunikation.

Bedarf es einer Neuausrichtung des stationären Handels?

Definitiv ja, aber wie sollte diese aussehen? In den letzten Monaten wurde viel darüber gesprochen, geschrieben und diskutiert und das Fazit heisst: Mehr #Digitalisierung. Meiner Ansicht nach ist es damit jedoch nicht getan und es ist auch nicht das, was sich die Verbraucher vom #Offline Handel primär wünschen. Sicherlich ist eine gelungene Verbindung von #online mit #offline in der heutigen Zeit dringend erforderlich, doch das lockt die Kunden noch lange nicht in den Laden. Ein wichtiger Punkt, damit sich #Verbraucher in Ihrem Geschäft einfinden und wohlfühlen, ist die Schaffung eines #Einkaufserlebnisses, d.h. es geht hier in erster Linie nicht um das reine Verkaufen, sondern um den #Unterhaltungsfaktor. Die Kunden von heute wollen inspiriert werden, Neues entdecken und ausprobieren -werden Sie zum Unterhalter. Ein weiterer Offlinevorteil, den Sie als Retailer nutzen sollten, ist die offene und ehrliche Beratung Ihrer Kunden sowie der persönliche Service. Achten Sie darauf, was ihre Kunden wirklich wollen, treten Sie in Dialog und schaffen Sie eine langfristige #Kundenbindung durch personalisierte News, Events etc. Schulen Sie ihr Personal in diesen Bereichen und ermuntern Sie ihre Mitarbeiter zu unternehmerischem Denken.

Die Zukunft liegt in den Händen vieler !

Die anscheinend immer wiederkehrende Aussage lautet: „Der stationäre Handel ist nicht mehr zu retten“, wäre es nicht viel zielführender und zukunftsorientierter zu fragen: „Wie ist der stationäre Handel zu retten, welcher Änderungen bedarf es?“ 

Oder möchten Sie in Zukunft durch verwaiste bzw. geklonte Innenstädte pilgern, in denen höchstens die großen Ketten überlebt haben und die so attraktiv sind, wie Badelatschen mit Tennissocken? 

Ich auf keinen Fall, ich denke, dass der stationäre Handel auf jeden Fall zu retten ist, wenn er bereit ist, neue Konzepte zu entwickeln, die den Bedürfnissen und Wünschen der Verbraucher gerecht werden, wenn er offline mit online verbindet und zwar fokussiert und visioniert und nicht nur, weil man das jetzt so macht. Seine Mitarbeiter schult und zwar in den Bereichen der Empathie, des Verstehens und im unternehmerischen Denken.

Die Einzelhandelsverbände sollten sich mit Stadtplanern zusammen tun, um neue Ideen für die Gestaltung der Einkaufsmeilen zu entwickeln – ggfs unter Hinzuziehung von Kreativen, Künstlern, Anwohnern etc., nur so können die Innenstädte wieder zu einem Ort der Begegnung, Inspiration und des Verweilen werden – indem wir Arbeiten, Wohnen, Ausgehen und Einkaufen miteinander verbinden, verbinden wir auch die Menschen. 

Wo ist der Platz für Individualität, kleine Shopkonzepte, Performances, Gastrokonzepte, Popups u.v.m geblieben? Ist es wirklich erstrebenswert, dass alle Shoppingmeilen, sich gleichen wie ein Ei dem anderen? Und geht es für Sie als Vermieter wirklich nur, um die aktuellen Mieteinnahmen? Das heutige Bild der Innenstädte, bzw. der sogenannten Highstreets ist geprägt von Ketten, Coffeshops und Handyläden – nicht wirklich inspirierenden und daher nicht verwunderlich, dass immer mehr Kunden zu online abwandern – gerade in der jetzigen Zeit, in der das Bummeln durch das Tragen einer Maske erschwert wird. 

Hier bedarf es neuer Konzepte. Was geschieht z.B. mit den leerstehenden Kaufhof- / Karstadt- Filialen ? Wäre es nicht toll, wenn man diese riesigen Flächen in „Malls“ für kleine Retailer, Künstler und Gastroberreiche verwandeln würde ? Ggfs mit Office-Places, Wohnungen für Studenten etc. ? Hier setzen sich ungeahnte Möglichkeiten frei, die es zu nutzen gilt. Warum können Gewerbeflächen nicht zurück in Wohnraum verwandelt werden ? Wäre das nicht ein Lösung um Innenstädte wieder mehr zum Leben zu erwecken? Wo sind die Pläne für mehr Grünanlagen, Freizeitangebote und familiengerechte Flächen – hier gilt es ganz neu zu denken und sich zu fragen, was wünschen sich die Menschen und damit die Kunden für die Zukunft ihrer Stadt.

Ich war gerade einige Tage in Amsterdam und ich muss sagen auch hier sieht die Highstreet aus wie in jeder anderen Metropole – sprich für mich hieß es, die Flucht anzutreten, doch abseits eröffnet sich ein wahres Mekka an kleinen Geschäften, Restaurants, Bars, Cafés etc. Die Menschen haben ihre Flächen – egal wie klein – mit viel Liebe zum Detail dekoriert und so etwas Besonderes geschaffen. On top, wurde ich mit einer Freundlichkeit begrüßt, die mir so seit langem nicht mehr untergekommen ist. Und was soll ich sagen – Ich habe gekauft, weil es mir Spaß gemacht hat, weil ich als Kunde und Mensch wahrgenommen wurde, weil der Service aussergewöhnlich war und das Angebot besonders.

In diesem Sinne, wünsche ich mir eine Zusammenarbeit aller Beteiligten an der Neugestaltung des Einzelhandels und das Einzelhändler ihre Kunden auch als solche wahrnehmen, mit all ihren Bedürfnissen. 

Wussten Sie, dass ein Lächeln weniger Muskeln beansprucht, als ein abweisendes Gesicht ? 

Gerne unterstütze ich Sie, die Einzelhandelsverbände, die Berater und die Stadtplaner bei der Verwirklichung der Vison eines neuen, nachhaltigeren und inspirierenderen Einzelhandels.

In diesem Sinne SAWUBONA

Was sich Kunden wünschen !

Was sich Kunden vom #stationären Handel wünschen !
#Sale, minus 50%, 70% egal wo der Kunde hinschaut, überall wird er mit #Rabatten und Sonderangeboten bombardiert – kaum ist die Ware in den Läden, beginnt auch schon der #Ausverkauf
Aber ist es wirklich zielführend die #Kunden nur über reine #Rabatt-Aktionen in den Laden zu locken und bringt das den erhofften Umsatz bzw. die gewünschte langfristige #Kundenbindung, die sich #Einzelhändler wünschen ? Und können sie so gegenüber dem #Onlinehandel langfristig bestehen?
Wir behaupten NEIN! Denn die Verbraucher haben sich schon an einen permanenten Discount gewöhnt, so dass dieser längst keinen #Run mehr auf die Geschäfte auslöst.
Kunden wünschen sich, mehr denn je, dass ihr Einkauf zu einem #Erlebnis wird und wenn sie ein Geschäft betreten, dann erwarten sie #Inspirationen, fachkundige #Beratung und eine Ansprache der Sinne. Zudem wächst die Frage nach dem Sinn und der Herstellung eines Produktes, Thema Sustainability, Fair Trade etc.. Für Sie als #Unternehmer bedeutet das: kreieren Sie #Purpose, schulen Sie Ihre Mitarbeiter und werden Sie zum #Coach und Freund Ihrer Kunden und schaffen somit eine langfristige #Kundenbindung verbunden mit einer #Umsatzsteigerung.

Offline versus Online

Viele Einzelhändler schauen dieser Tage mit Sorge in die Zukunft. Wie lange bleiben die Geschäfte noch geschlossen, was passiert mit der georderten Ware, wieviele Kunden wandern zu online ab, was passiert mit meinen Mitarbeitern? Dies sind nur ein Bruchteil der Fragen, die sich sicherlich viele von Ihnen stellen. Mir ist bewusst, dass es in dieser Zeit nicht immer leicht fällt nach vorne zu schauen, wenn die eigene Existenz und die der Mitarbeiter bedroht ist. Daher vielleicht nur ein kleiner Denkanstoss: Versuchen Sie auch in diesen Zeit mit Ihren Kunden und Ihren Mitarbeitern in Kontakt zu bleiben. Nutzen Sie die sozialen Medien für Tipps, Insights, Aussichten etc. Motivieren Sie Ihr Team zu Überlegungen, wie sie jetzt mit Kunden in Verbindung bleiben können, schaffen Sie Anregungen, damit Ihre Mitarbeiter im Homeoffice überlegen, welche Aktionen möglich sind, um die Kunden wieder in den Laden zu bekommen, sobald diese wieder geöffnet werden dürfen. Welche Kooperationen wären möglich? Was macht mich als Einzelhändler aus? Was kann ich meinen Kunden auch jetzt noch anbieten? Gerne tausche ich mich mit Ihnen aus und unterstütze Sie und Ihr Team dabei. Wir brauchen Einzelhandel.